Artikel: Supplier Innovation Award 2026
Gewinner des „Supplier Innovation Award 2026“, der für den DB-Konzern spannende Marktneuheiten prämiert, ist die Firma Salcef Bau GmbH mit ihrer Baumethode „FAST-System“. Das Unternehmen will beschleunigte Umbauarbeiten ohne eine vollständige Unterbrechung des Bahnbetriebs ermöglichen. Dies soll durch den Wechsel von Schotteroberflächen auf ein „Feste-Fahrbahn-System“ gelingen, unter anderem mit vorgefertigten Gleistragplatten als Basis.
„Besonders überzeugt hat uns die Fähigkeit, Bauprozesse grundlegend neu zu denken. Durch die intelligente Kombination aus vorgefertigten Komponenten, parallelisierten Abläufen und einem integrierten Bauverfahren sollen Sperrungen künftig deutlich kürzer und weniger umfangreich ausfallen“, sagte Michael Obrowski, Vorstand Finanzen der DB: „Das ist eine gute Nachricht für die Reisenden. Zugleich muss sich die neue Bauweise als wirtschaftlich sinnvoll erweisen.“
Unter die Finalisten des Innovationspreises schafften es auch die Max Bögl Stiftung und Co. KG sowie die Firmen Ramboll Deutschland GmbH und Laing O’Rourke.Die Max Bögl Stiftung erhielt eine Auszeichnung für ihre Tunnel-Modul-Bauweise. Die Beton-Innenschalen für Tunnel werden dabei nicht mehr vor Ort hergestellt, sondern industriell vorgefertigt. Das verkürzt die Bauzeit am Gleis, weil zum Beispiel Beton nicht mehr während der Arbeiten aushärten muss. Ramboll Deutschland GmbH und Laing O’Rourke wurden für ein flexibles, modular vorgefertigtes Widerlagersystem für den Brückenbau prämiert.
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe hatte das Auswahlverfahren wissenschaftlich begleitet. Kriterien für die Prämierung waren etwa Neuigkeitsgrad und Einzigartigkeit, Mehrwert und Ergebnisbeitrag sowie Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
Modulare Bauweisen können auch beim Einsatz auf der Schiene viele Vorteile bringen: Neben kürzeren Bauzeiten sind das vor allem bessere Qualität, Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und erleichterte Arbeitsbedingungen.